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Pressemitteilungen der Deutschen Homöopathie-Union (DHU)

Karlsruhe, 26. November 2008

Europaparlamentarier Dr. Thomas Ulmer besucht die DHU

Dr. Thomas Ulmer, Mitglied des Europaparlaments und CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat in Mosbach, besuchte am 26. November 2008 die Deutsche Homöopathie-Union (DHU). Der EU-Parlamentarier informierte sich über die regulatorischen Bedingungen und Herausforderungen, im Rahmen derer Arzneimittelhersteller der so genannten Besonderen Therapierichtungen zu agieren haben.

Die DHU, Deutschlands Marktführer in der Herstellung homöopathischer Arzneimittel, verarbeitet rund 1.400 Ausgangsstoffe in verschiedenen Potenzen (Verdünnungen), Darreichungsformen und Packungsgrößen. Daraus ergebe sich ein sehr umfangreiches Lieferspektrum von über 400.000 Zubereitungen, erläuterte DHU-Geschäftsführer Franz Stempfle. Dass der Herstellungsprozess durch eine enorme Vielzahl von Arzneimitteln und Kleinteiligkeit geprägt ist, konnte Dr. Thomas Ulmer auf seinem Rundgang durch die modernen Produktionsräume selbst in Augenschein nehmen. Dr. Harald Orth (Leiter Pharmazie/ Herstellung) erläuterte ihm die Prozesse.

Der rund 25 Millionen Euro teuere Produktionsneubau war erst vor wenigen Monaten in Betrieb genommen worden. Er ist notwendig geworden, um den ständig steigenden globalen Anforderungen an pharmazeutische Hersteller gerecht zu werden, so Franz Stempfle.


Dr. Thomas Ulmer (Mitglied des Europaparlaments, 2. Person von rechts) informierte sich umfassend über die Homöopathie.
Personen von links: Dr. Harald Orth (Leiter Pharmazie/ Herstellung, DHU), Thomas Brückner (BPI-Geschäftsfeldleiter Pharmazie/ Besondere Therapierichtungen), Franz Stempfle (DHU-Geschäftsführer), Carola Maute-Stephan (BPI-Geschäftsführerin Landesverband Baden-Württemberg) sowie Dr. Gesine Klein (Leiterin Gruppe Wissenschaft,DHU)

Dr. Thomas Ulmer erfuhr, dass das große Arzneimittelspektrum einen besonderen organisatorischen und technischen Aufwand mit hohen Kosten auf Herstellerseite nach sich zieht: Zum Beispiel bei der Beschaffung seltener Ausgangsstoffe oder der Herstellung von Sonderanfertigungen. Angesichts dieser Besonderheiten kann die Umsetzung neuer Gesetze, die auf Ebene der EU erlassen werden, oft zu erheblichen Problemen führen, wie vor einigen Jahren die Diskussion um die Anbringung des Arzneimittelnamens in Blindenschrift auf der Faltschachtel deutlich machte. Viele Regulierungs- und Standardisierungsbestrebungen der EU sieht auch Dr. Thomas Ulmer als problematisch und kontraproduktiv an. Oftmals werde der ursprüngliche Sinn verfehlt, die Vorschläge seien unpraktikabel und viel zu teuer, so Dr. Ulmer.

ersteller wie die DHU sind permanent gezwungen, die Entscheidungsprozesse in Europa frühzeitig mit ihrem Experten- und Praxiswissen zu begleiten und ihre Bedürfnisse zu artikulieren. Nur so kann die Gefahr gebannt werden, dass durch unangemessene Regulierung und durch zu viel Bürokratie die Belange der Besonderen Therapierichtung aus dem Blick geraten. U. a. um dieses Ziel zu erreichen wurde das Kompetenzforum Homöopathie und Anthroposophie, eine Initiative des BPI Landesverbandes Baden-Württemberg und seiner Mitgliedsunternehmen (DHU u. a.), gegründet. Darüber informierten Carola Maute-Stephan (BPI-Geschäftsführerin Landesverband Baden-Württemberg) und Thomas Brückner (BPI-Geschäftsfeldleiter Pharmazie/ Besondere Therapierichtungen) den EU-Parlamentarier.

Dr. Gesine Klein (Leiterin Gruppe Wissenschaft der DHU) verwies auf die europäischen Initiativen der European Coalition on Homeopathic and Anthroposophic Medicinal Products E.E.I.G. (ECHAMP). Dieser europäische Herstellerverband setzt sich für eine angemessenere Regulierung der seit vielen Jahrzehnten bekannten und nebenwirkungsarmen homöopathischen Arzneimittel ein. Diese werden heute von mehr als 100 Millionen Europäern angewendet und ihre Popularität bei Patienten, Ärzten und Heilpraktikern wächst ständig. Demgegenüber steht ein europäisches Regelwerk, das Wachstum und Entwicklung dieser Arzneimittel hemmt und die europäische Harmonisierung und den freien Warenverkehr verhindert. Auch im Hinblick auf ein tatsächliches Funktionieren der Anerkennungsverfahren bei Registrierungen von homöopathischen Arzneimitteln außerhalb Deutschlands in anderen Ländern der EU, gebe es noch erhebliche Schwierigkeiten zu bewältigen, so Dr. Gesine Klein. Dr. Thomas Ulmer sagte der DHU seine volle Unterstützung bei der Verfolgung ihrer Ziele auf europäischer Ebene zu.

 

Weitere Informationen:
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Dr. Wolfgang Kern

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