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Pressemitteilungen der Deutschen Homöopathie-Union (DHU)

Karlsruhe, 19. März 2012

DHU wird Patin für Krokodiltejus
Echsen bekommen Namen und Unterhalt

Die Deutsche Homöopathie-Union (DHU) hat die Patenschaft für ein Krokodilteju-Pärchen im Karlsruher Naturkundemuseum übernommen. Das Futter und die kompetente Betreuung der farbenfrohen Exoten sind damit für die nächsten drei Jahre gesichert. Was den beiden tropischen Echsen noch fehlt, sind Namen. Diese werden aus den kreativen Vorschlägen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DHU ausgewählt. Das Resultat wird demnächst bekannt gegeben. Die 50 Zentimeter langen tropischen Echsen sind die Paradepferde der Terraristik im Vivarium des Museums und haben sich zu einem Besuchermagneten entwickelt.

Ziel des Naturkundemuseums ist es, mit Hilfe der Tierpatenschaften Engagement zu vermitteln. Personen, aber auch Unternehmen übernehmen mit dem Unterhalt zugleich auch Verantwortung wie jetzt die DHU. Für DHU-Geschäftsführer Franz Stempfle passt die Unterstützung des Naturkundemuseums genau ins Konzept des Unternehmens, da die DHU mit ihren homöopathischen Arzneimitteln auch im natürlichen Bereich angesiedelt ist. Zudem freut sich Stempfle über die vielen Kinder, die mit Begeisterung die außergewöhnlichen Tiere bestaunen.

Während einer Feierstunde am 19. März 2012 im Vivarium übergab der Direktor des Naturkundemuseums, Professor Dr. Norbert Lenz, die Patenschaftsurkunde an Franz Stempfle. Der Leiter des Vivariums Diplom-Biologe Johann Kirchhauser überraschte die Gäste mit vielen Einzelheiten aus der Vita der Echsen; so ernähren sich die kleinen krokodilähnlichen Tejus vor allem von Schnecken. Hier in Karlsruhe stünden deshalb Weinbergschnecken auf dem Speiseplan; 20 in der Woche, die erst zerknackt und dann in Weißwurstmanier „gezutzelt“ werden. Beim anschließenden Fototermin entwickelte das farbenfrohere Männchen schauspielerische Initiative und platzierte sich zwischen Lenz und Stempfle, natürlich auf Terrariumsseite (s. Foto)

Prof. Dr. Lenz und Franz Stempfle
v.l. Professor Dr. Norbert Lenz, Direktor des Naturkundemuseums, und Franz Stempfle, DHU-Geschäftsführer, vor dem Terrarium des neugierigen Krokodilteju-Männchens
 
Videobeitrag hier aufrufen (Baden-TV)

Hintergrundinformationen

1.  Krokodiltejus – kleine bunte Krokodile mit Herz

Aussehen und Maße: Krokodiltejus erreichen eine Gesamtlänge von 90 bis 120 Zentimetern sowie ein Gewicht von 1.500 bis 3.000 Gramm. Ihr Körper weist eine farbliche Zweiteilung auf. Der Kopfbereich ist rot- bis orangebraun gefärbt, der restliche Körper weist eine grünliche Färbung auf. Der Schwanz ist seitlich abgeflacht, was ein Indiz für eine Lebensweise im und am Wasser und gute Schwimmeigenschaften ist. Im Nackenbereich und auf der gesamten Rückenseite befinden sich verknöcherte Schuppen, die dem Krokodilteju als Panzerung dienen. Diese Panzerung war für die Art namensgebend. Die Kiefer sind ausgesprochen kräftig. Mit ihren kräftigen Extremitäten, die lange Zehen und kleine Krallen aufweisen, sind Krokodiltejus ausgezeichnete Kletterer.

Lebensweise: Krokodiltejus sind sowohl tag- wie auch nachtaktiv. An Land sind sie jedoch überwiegend nur in der Nacht zu beobachten. Den Tag verbringen sie im Wasser oder auf Bäumen, wo sie vor den meisten Fleischfressern in Sicherheit sind. Die Tiere sind ausschließlich in wasserreichen Sumpfgebieten anzutreffen und sitzen nicht selten auf Ästen, die über das Wasser reichen. Bei Gefahr lassen sie sich einfach ins Wasser fallen. Die Sinne, vor allem der Geruchssinn, sind hoch entwickelt. Beutetiere werden unter anderem über Geruchspartikel, die über die gegabelte Zunge aufgenommen werden, lokalisiert. Krokodiltejus knacken mit Leichtigkeit hartschalige Beutetiere wie Schnecken und Muscheln. Aber auch Krebstiere, Insekten, kleinere Schlangen und Echsen stehen hin und wieder auf dem Speiseplan. Hartschalige Tiere werden zwischen den kräftigen Kiefern zerdrückt, gefressen werden dann nur die Weichteile der Schalen- oder Krustentiere.

Verbreitung: Der Krokodilteju kommt in Südamerika ausschließlich im großen Amazonasbecken vor. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich dabei über das östliche Peru, das nördliche Bolivien und über weite Teile des zentralen und westlichen Brasiliens. Krokodiltejus bewohnen im feuchtwarmen tropischen Regenwald vor allem wasserreiche Sumpfgebiete. Aber auch vegetationsreiche Altarme von Flüssen werden durchaus häufig besiedelt.

Fortpflanzung: Über das Fortpflanzungsverhalten von Krokodiltejus ist wenig bekannt. Für gewöhnlich legen die Weibchen ihre Eier einige Zeit nach der Paarung in Termitenbauten ab, die sie mit ihren kräftigen Klauen aufreißen. Im gleichmäßig feuchtwarmen Klima der Termitenbauten beträgt die Ausbrütung 130 bis 150 Tage. Eine Brutpflege wird nicht betrieben. Die Lebenserwartung in Freiheit liegt bei acht bis neun Jahren.

Gefährdung und Schutz: Der Gefährdungsgrad der Krokodiltejus ist weitestgehend unbekannt. In der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN) wird die Art nicht geführt. Wegen ihrer Haut und dem Wildfang für den Tierhandel ist allerdings von einer starken Bejagung auszugehen, so dass es sich bei dem Krokodilteju mittlerweile um eine gefährdete Art handelt. Im Tierhandel erzielen Krokodiltejus Höchstpreise. In Deutschland werden die Tiere für mehr als 4.000 Euro angeboten.

2.  Naturkundemuseum Karlsruhe – ein lebendiges Museum mit 200 Jahren Tradition

Das Naturkundemuseum Karlsruhe geht auf die Sammlungen von Kuriositäten und Naturalien der Markgräfin Caroline Luise zurück. 1785 wurde das Naturalienkabinett erstmals als Museum geöffnet – die Sammlungen des heutigen Naturkundemuseums sind damit seit über 200 Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich.

Heute werden auf über 4.000 m2 Ausstellungsfläche verschiedene Bereiche der Naturwissenschaften vorgestellt. Es werden einheimische und exotische Tiere aus ver­schiedenen Regionen der Erde in naturgetreu nachgebildeten Lebensräumen gezeigt. Lebende Tiere aus dem Vivarium sind dabei als Ergänzung in die Ausstellungen integriert. Gesteine, Mineralien und Fossilien geben Auskunft über die Entstehung der Erde, die Vielfalt und Entwicklung des Lebens. Einmalige Exponate wie Flugsaurier, fossiler Wal, Riesensalamander und Urpferd machen die Erdgeschichte anschaulich. Neben den Dauerausstellungen wechseln sich Sonder­aus­stellungen zu den unterschiedlichsten Themen ab. Die Wissenschaftler des Naturkundemuseums sind weltweit in internationalen Forschungsprojekten engagiert – so können auch immer wieder die neuesten Ergebnisse aus der aktuellen Forschung präsentiert werden.

Eine besondere Attraktion des Hauses ist das Vivarium. In naturnah gestalteten Aquarien und Terrarien sind zahlreiche Tiere vom Pfeilgiftfrosch bis zu Klapperschlange, Krake und Katzenhai oder farbenprächtige Fische aus tropischen Gewässern zu bewundern.

Mit einem vielfältigen Angebot möchte das Naturkundemuseum Interesse und Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur wecken. Ob Führungen für Schulklassen oder Senioren, Kinder­geburtstage, wissenschaftliche Vorträge oder Aktionstage – für jeden ist etwas dabei.

Weitere Informationen unter www.smnk.de

3.  Deutsche Homöopathie-Union – Marktführer für 13 Milliarden Globuli

Riesensortiment: Die Deutsche Homöopathie-Union (DHU) ist marktführender Hersteller homöopathischer Arzneimittel und Schüßler-Salze in Deutschland und Mitglied der Dr. Willmar Schwabe Unternehmensgruppe. Über 400.000 verschiedene homöopathische Produkte umfasst das Sortiment, z. B. in Form der Streukügelchen (Globuli) mit über 100 Tonnen bzw. fast 13 Milliarden Stück jährlich. Weitere Arzneiformen sind Tabletten, Tropfen, Salben, Gele und Lotionen. Die Inhaltsstoffe homöopathischer Arzneimittel stammen hauptsächlich aus dem pflanzlichen Bereich. Enthalten sein können aber auch Aufbereitungen aus Mineralien oder tierischen Stoffen. 

Experte im Arzneipflanzenanbau: Zwei Drittel der benötigten Frischpflanzen baut die DHU in eigenen Arzneipflanzenkulturen in der Nähe von Karlsruhe an. Dort werden ökologisch zertifiziert 500 unterschiedliche Arten vom Samen bis zur Pflanze auf 12 Hektar Fläche kultiviert. Größere Mengen werden z. B. von Echinacea (Sonnenhut), Cineraria maritima (Kreuzkraut), Calendula officinalis (Ringelblume), Cardiospermum halicacabum (Ballonrebe) oder Passiflora incarnata (Passionsblume) verwendet.

Fast 150 Jahre Tradition: Die DHU wurde 1961 als selbstständiges Schwesterunternehmen in der Dr. Willmar Schwabe Gruppe gegründet. Damals wurden der DHU Herstellung und Vertrieb des kompletten homöopathischen Sortiments (inkl. der Dr. Schüßler Salze) übertragen. Das Unternehmen Dr. Willmar Schwabe wurde 1866 in Leipzig gegründet. Die DHU ist heute mit fast 500 Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Baden-Württemberg, aber auch weltweit vertreten. Im letzten Jahrzehnt wurden 50 Millionen Euro in Produktion und Logistik investiert.

Technik und Handarbeit: Die DHU verbindet Tradition und Moderne: So gelten in der Produktion alle zeitgemäßen internationalen „Good Manufacturing Practice“ (GMP) Vorschriften zur Herstellung von Arzneimitteln höchster Qualität. Mitarbeiter in spezieller Hygienebekleidung arbeiten dort mit modernsten Geräten. Alle flüssigen Homöopathika produziert die DHU heute noch in traditioneller Weise. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschütteln Urtinkturen und flüssige Verdünnungen (Dilutionen) gemäß dem Vorbild Samuel Hahnemanns, dem Begründer der Homöopathie, per Hand.

Homöopathie sehr beliebt: Die Bekanntheit dieser sanften Heilmethode hat sich seit 1975 mit gut 75 Prozent auf heute fast 95 Prozent erhöht (Studie vom Allensbach-Institut 1975 und 2009). Fast 50 Prozent aller erwachsenen Deutschen verwenden homöopathische Arzneimittel; die Häufigverwender sind dabei zu fast 100 Prozent mit dem Therapieergebnis zufrieden (Studie vom Forsa-Institut 2010). In Europa verwenden etwa 150 Millionen Menschen homöopathische Arzneimittel.
 

 

Weitere Informationen:
Deutsche Homöopathie-Union (DHU)
Ottostraße 24
76227 Karlsruhe
Tel. 0721-4093-225
Fax 0721-4093-8225
Service-Telefon 0721-4093-181

Dr. Wolfgang Kern

wolfgang.kern@dhu.de
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