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Pressemitteilungen der Deutschen Homöopathie-Union (DHU)
Karlsruhe, 08. Oktober 2005
Ausstellung "Homöopathie - der andere Weg"
Homöopathie – das ist noch für viele Menschen eine ungewöhnliche Therapie. Die Ausstellung "Homöopathie – der andere Weg. Einblicke in eine Heilmethode mit Schriften Samuel Hahnemanns" will den Besuchern verdeutlichen, was es mit dieser Heilmethode auf sich hat. Sie stellt Fragen und beantwortet diese, sie vermittelt Grundlagen und gibt Hinweise für die Anwendung. Sie zeigt, was sich hinter häufig eingesetzten Arzneimitteln genau verbirgt. Vor allem aber will die Ausstellung die Besucher durch ihre außergewöhnliche Gestaltung neugierig machen: Sie sollen sich mit einer Therapiemethode auseinandersetzen, deren Vorgehen die herkömmlichen Standards der konventionellen Medizin durchbricht, ihnen geradezu diametral entgegengesetzt ist und sie trotzdem oder gerade deshalb hervorragend ergänzt.

Anderes Verständnis vom Menschen
Die Besucher der Ausstellung lernen ein gänzlich anderes Verständnis vom Menschen, von der Ursache einer Krankheit und der Heilwirkung kennen – und damit einen neuen, anderen Weg der Heilkunde. Die Texte auf 16 Stelen erzählen u.a. die Geschichte von Samuel Hahnemann (1755-1843), dem Begründer der Homöopathie. Mit seinem Hauptwerk, dem "Organon der rationellen Heilkunde" (1810), manifestierte der Meißener die neue Medizin-Auffassung. Dass Hahnemann ein herzliches Verhältnis zu seiner Familie hatte, belegen die ausgestellten Briefe. (Diese Schriften sind unter dem Titel "Samuel Hahnemann und sein Umfeld. Quellen aus der Sammlung der Deutschen Homöopathie-Union" im Haug-Verlag erschienen. Herausgeber sind Prof. Dr. Martin Dinges und Prof. Dr. Robert Jütte.)

Krankmachende Medizin zu Hahnemanns Zeit
Eine weitere Stele widmet sich der Medizin der damaligen Zeit. Mitte des 18. Jahrhunderts bedienten sich die Ärzte zur Heilung ihrer Patienten rabiater Mittel: Brech-, Schwitz- und Abführkuren, Schröpfen, Einläufe, Blutegel und Aderlässe wie auch starke Medikamente, die häufig zu Vergiftungen führten, waren an der Tagesordnung. Hahnemann lehnte diese Behandlungsmethoden ab, da viele Patienten durch sie geschwächt wurden oder gar daran starben. Der berühmte Versuch mit der Chinarinde half Hahnemann das Ähnlichkeitsprinzip, den späteren Leitsatz homöopathischen Handelns, zu entdecken:
"Similia similibus curentur" ("Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden").
Diese Regel besagt, dass im Krankheitsfall dasjenige Arzneimittel gewählt wird, welches beim Gesunden ähnliche Symptome hervorbringt. Durch den individuell gesetzten Reiz sollen die dem Menschen eigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und so die vorliegende Krankheit überwunden werden. Hahnemanns Theorien stießen, was nicht weiter verwundert, auf Kritik und Unverständnis seitens seiner Ärztekollegen. Deshalb galt Hahnemann auch als "Martin Luther der Medizin".

Homöopathische Grundbegriffe erklärt
Der Arzneimittelprüfung und dem Arzneimittelbild, wesentliche Aspekte der Homöopathie, widmet die Ausstellung ebenfalls Raum und erläutert, was sich hinter diesen Begriffen genau verbirgt. Die den Besuchern präsentierten historischen Arzneifläschchen, Reise- und Hausapotheken verdeutlichen, mit welchen Mitteln Hahnemann und seine Kollegen ihre Patienten derzeit therapiert haben.

Ein weiteres Grundprinzip, das den Besuchern anschaulich erläutert wird, ist das von Samuel Hahnemann entwickelte Verfahren der Arzneimittelherstellung: die Potenzierung oder Dynamisierung. Dabei wird eine aus der Arzneisubstanz hergestellte Urtinktur stufenweise mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch verdünnt und per Hand verschüttelt.

Die Verbreitung der Homöopathie
Über 200 Jahre sind vergangen, seitdem Hahnemann die Homöopathie als Arzneitherapie systematisch entwickelt und – wie die Ausstellung und die dazu gehörende Broschüre zeigen – in zahlreichen Werken beschrieben hat. 200 Jahre, in denen die Homöopathie sich als wirkungsvolle und sanfte Therapieform bewährt hat. In der heutigen Zeit gewinnt sie zunehmend an Bedeutung und Beliebtheit: Immer mehr Menschen wenden sie an, da sie ihre Wirksamkeit an sich selbst festgestellt haben.
Der letzte Teil der Ausstellung beschreibt, bei welchen Krankheiten die Homöopathie die konventionelle Medizin im heutigen Gesundheitssystem ergänzen kann und wo ihre großen Stärken liegen. Der Besucher erfährt beispielsweise, dass gerade in der Selbstmedikation die Homöopathie bei leichten, akuten Erkrankungen erfolgreich angewandt werden kann. Doch auch bei chronischen Erkrankungen kann die Homöopathie helfen, wie eine aktuelle Studie der Charité Berlin eindrucksvoll belegt.

Bitte beachten Sie auch unsere Broschüre zur Ausstellung. Vielen Dank.

Aktuelles Bildmaterial zur Ausstellung finden Sie ab Sonntagabend, 9. Oktober 2005 hier »

Weitere Informationen:
Deutsche Homöopathie-Union (DHU)
Ottostraße 24
76227 Karlsruhe
Tel. 0721-4093-225
Fax 0721-4093-8225
Service-Telefon 0721-4093-181

Dr. Wolfgang Kern

wolfgang.kern@dhu.de
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