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Pressemitteilungen der Deutschen Homöopathie-Union (DHU)

Karlsruhe, 8. April 2009

Türen für Homöopathie in der EU öffnen

Europaparlamentarier Daniel Caspary unterstützt Dialog zwischen Herstellern homöopathischer Arzneimittel und der EU

Daniel Caspary, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vertreter des Regierungsbezirks Karlsruhe, besuchte am Montag, 6. April 2009, die Deutsche Homöopathie-Union in Karlsruhe. Der EU-Parlamentarier verschaffte sich einen Überblick über die Herausforderungen, vor die Hersteller homöopathischer und anthroposophischer Arzneimittel durch die EU-Gesetzgebung gestellt werden und bot seine Unterstützung beim Dialog zwischen den Unternehmen und den zuständigen EU-Gremien an. Begleitet wurde Daniel Caspary von Sven Maier, Mitglied des Gemeinderats der Stadt Karlsruhe (CDU).
 
Die Besucher aus der Politik wurden von Vertretern der Deutschen Homöopathie-Union und ihren Kollegen aus den Firmen Biologische Heilmittel Heel (Baden-Baden), WALA Heilmittel (Bad Boll) und Weleda (Göppingen) über ihre Anliegen informiert. Die Unternehmen arbeiten eng zusammen, um sich deutschland- und europaweit für bessere Rahmenbedingungen für ihre Arzneimittel einzusetzen. Als Plattformen für diese Anstrengungen dienen das Kompetenzforum Homöopathie und Anthroposophie, eine Initiative des BPI Landesverbandes Baden-Württemberg und seiner Mitgliedsunternehmen, und auf europäischer Ebene die European Coalition on Homeopathic and Anthroposophic Medicinal Products E.E.I.G. (ECHAMP).
 
von links: Wolf-Ingo Gobin (WALA Heilmittel), Barbara Sterner (Weleda), Max Daege (Biologische Heilmittel Heel, Präsident ECHAMP), Dr. Gesine Klein (Leiterin Gruppe Wissenschaft, DHU), Carola Maute-Stephan (BPI-Geschäftsführerin Landesverband Baden-Württemberg), Daniel Caspary (Mitglied des Europäischen Parlaments und Vertreter des Regierungsbezirks Karlsruhe), Sven Maier (Mitglied des Gemeinderats der Stadt Karlsruhe), Franz Stempfle (DHU-Geschäftsführer), Dr. Harald Orth (Leiter Pharmazie/Herstellung, DHU)


Die DHU, Deutschlands Marktführer in der Herstellung homöopathischer Arzneimittel, verarbeitet rund 1.400 Ausgangsstoffe in verschiedenen Potenzen (Verdünnungen), Darreichungsformen und Packungsgrößen. Daraus ergibt sich ein Lieferspektrum von über 400.000 Zubereitungen.

Dieses große Arzneimittelsortiment zieht einen besonderen organisatorischen und technischen Aufwand mit hohen Kosten auf Herstellerseite nach sich, der typisch ist für alle Hersteller von Arzneimitteln der Homöopathie und Anthroposophie. Davon überzeugte sich Daniel Caspary während eines Rundgangs durch die modernen Produktionsräume. Bislang sind die Arzneimittel der sogenannten Besonderen Therapierichtungen in der EU unvollkommen reguliert. Deshalb werden oft Gesetze und Regularien für herkömmliche Arzneimittel auch für sie angewandt, ohne Rücksicht auf ihre Besonderheiten. Für ihre Hersteller kann das zu erheblichen Problemen führen, wie zum Beispiel die Diskussion um lesbare Formate auf Etiketten und Packungsbeilagen deutlich macht.


Immer mehr Menschen in Deutschland und Europa kennen und nutzen homöopathische Arzneimittel. Um diese weiterhin preiswert und in einem breiten Sortiment anbieten zu können, sei eine angemessenere Regulierung seitens der EU notwendig, gab DHU Geschäftsführer Franz Stempfle zu Bedenken.

Daniel Caspary sagte seine Unterstützung zu, „ein Bewusstsein für die Homöopathie und die damit einhergehenden besonderen Anforderungen auf EU-Ebene zu schaffen.“ Die Türen der EU-Kommission seien für alle Belange offen, doch „vielen Kommissionsbeamten fehlt der Einblick in die einzelnen Unternehmen.“ Die daraus resultierenden Informationsdefizite führen zu einem europäischen Regelwerk, das Wachstum und Entwicklung homöopathischer Arzneimittel hemmt und die europäische Harmonisierung und den freien Warenverkehr verhindert.

Der Europaparlamentarier begrüßte die nationalen und europäischen Initiativen der Unternehmen der Besonderen Therapierichtung, um die Entscheidungsprozesse in Europa frühzeitig mit ihrem Experten- und Praxiswissen zu begleiten und ihre Bedürfnisse zu artikulieren.
 

Weitere Informationen:
Deutsche Homöopathie-Union (DHU)
Ottostraße 24
76227 Karlsruhe
Tel. 0721-4093-225
Fax 0721-4093-8225
Service-Telefon 0721-4093-181

Dr. Wolfgang Kern

wolfgang.kern@dhu.de
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