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Pressemitteilungen der Deutschen Homöopathie-Union (DHU)

Karlsruhe, 4. Juni 2009

Besondere Therapierichtungen brauchen Berücksichtigung bei Gesetzgebung

SPD-Bundestagsabgeordnete Friedrich und Jung informieren sich in der DHU über die Rahmenbedingungen bei der Herstellung homöopathischer Arzneimittel

Peter Friedrich, Mitglied des Bundestags und kommissarischer Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg, besuchte am Mittwoch, 3. Juni 2009, gemeinsam mit Johannes Jung, ebenfalls Mitglied des Bundestags und Vorsitzender der SPD Karlsruhe-Stadt, die Deutsche Homöopathie-Union in Karlsruhe. Sie folgten damit einer Einladung des Kompetenzforums Homöopathie und Anthroposophie, einer Initiative des BPI Landesverbandes Baden-Württemberg und seiner Mitgliedsfirmen.
 
Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel gehören zu den Besonderen Therapierichtungen. Bisher werden aber bei der Gesetzgebung die Kriterien herkömmlicher Arzneimittel auch auf die der Homöopathie und Anthroposophie angewandt, obwohl sie sich in vielen Punkten voneinander unterscheiden. Eine ausreichende Berücksichtigung der Besonderheiten findet oft nicht statt. Während einer Führung durch die modernen Produktionsanlagen der DHU konnten sich die Parlamentarier selbst ein Bild von den Herausforderungen machen, die daraus für die Hersteller homöopathischer und anthroposophischer Arzneimittel entstehen. „Aufgrund des individuellen, ganzheitlichen Therapieansatzes sind diese Arzneimittel sehr modern“, fasste Johannes Jung seine gewonnenen Eindrücke zusammen. Dieser Umstand erkläre auch den starken Zuspruch in der Bevölkerung. Peter Friedrich, der u.a. Mitglied im Gesundheitsausschuss ist, fügte hinzu: „Ein praktisches Verständnis der besonderen Zusammenhänge hilft uns Bundestagsabgeordneten, unverhältnismäßige Elemente von Gesetzesvorhaben in frühen Phasen zu erkennen.“
 
von links: Wolf-Ingo Gobin (WALA Heilmittel), Dr. Harald Orth (Leiter Pharmazie/Herstellung, DHU), Dr. Gesine Klein (Leiterin Gruppe Wissenschaft, DHU), Johannes Jung (SPD, Mitglied des Bundestags), Peter Friedrich (SPD, Mitglied des Bundestags), Franz Stempfle (DHU-Geschäftsführer), Kathrin Kretschmer (Mitarbeiterin von Peter Friedrich), Thomas Brückner (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.)


Die DHU, Deutschlands Marktführer in der Herstellung homöopathischer Arzneimittel, verarbeitet rund 1.400 Ausgangsstoffe in verschiedenen Potenzen (Verdünnungen), Darreichungsformen und Packungsgrößen. Daraus ergibt sich ein Lieferspektrum von über 400.000 Zubereitungen. Dieses große Arzneimittelsortiment zieht einen besonderen organisatorischen und technischen Aufwand mit hohen Kosten auf Herstellerseite nach sich, der typisch ist für alle Hersteller von Arzneimitteln der Homöopathie und Anthroposophie.

Unangemessene regulatorische Anforderungen, wie sie z. B. im aktuellen Gesetzesentwurf zur 15. AMG-Novelle enthalten sind, ziehen seitens der Hersteller als ungewollte Konsequenz eine Einschränkung des Sortiments und damit auch der Therapierichtungen nach sich. Die beiden Besucher erklärten sich bereit, in Berlin für eine angemessene Berücksichtigung der Besonderen Therapieformen zu plädieren und noch einmal auf die immensen Probleme aufmerksam zu machen, die für die Hersteller homöopathischer und anthroposophischer Arzneimittel aus einer Verabschiedung des aktuellen Gesetzesentwurfs zur 15. AMG-Novelle Ende Juni resultieren würde.

 

Weitere Informationen:
Deutsche Homöopathie-Union (DHU)
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Dr. Wolfgang Kern

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