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Virtuelle Tour durch Hahnemann-Haus in Köthen

60 km nördlich von Leipzig finden Freunde der Homöopathie-Geschichte ein Juwel: das Hahnemann-Haus im Anhalter Köthen. In dem wunderbar restaurierten Städtchen lebte Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, von 1821 bis 1835; hundert Jahre zuvor Johann Sebastian Bach. Ein Besuch lohnt sich. Schon jetzt ist eine virtuelle Tour durch das Hahnemann-Haus, den Hahnemann-Pfad mit vielen auf Hauswänden verewigten Zitaten von Hahnemann bis zum Stadtmuseum möglich.

360° Tour durch Köthen

Kommen Sie mit, auf eine visuelle Reise durch Köthen, wo Hahnemann als Leibarzt des Herzogs von Anhalt-Köthen tätig war.
 

 

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 Köthen lockt mit der Aura Hahnemanns

Wer die Wirkstätten genialer Menschen besucht, kann noch nach Jahrhunderten etwas von ihrer Aura spüren. Auch der Geist Hahnemanns (1755-1843) lässt sich erspüren, wenn man vor seinem Schreibtisch steht und sich in seinen Sessel denkt. Möglich ist dies im Hahnmann-Haus in Köthen, in dem Hahnemann 14 wichtige Lebensjahre verbracht hat. Viele originale Möbel, Schriften und Instrumentarien sind dort zu bewundern. Und auch eine großartige originale Hausapotheke mit den Insignien des Meisters.

Nach Köthen übersiedelte Hahnemann 1821. Durch die Verleihung des Hofratspatentes wurde er 1822 offiziell zum Leibarzt von Herzog Ferdinand von Anhalt-Köthen ernannt. Er erhielt dort das Recht auf Anfertigung und Austeilung von Arzneien, was ihm vorab in Leipzig nach vielen Kämpfen verwehrt wurde und schließlich Hauptgrund für seinen Umzug war. In Köthen führte Hahnemann endgültig die Potenzierung ein. Das Wirkprinzip der Homöopathie „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“ erhielt eine ganz spezielle Ausprägung, die für den Erfolg der homöopathischen Behandlung notwendig ist. Gegenüber der bloßen Verdünnung gewährte dieser mechanische Vorgang das optimale Erschließen der Heilkräfte aus den Ausgangsstoffen.

1830 starb in Köthen Hahnemanns erste Frau Henriette nach 48-jähriger Ehe. Vier Jahre später suchte ihn die 35-jährige französische Malerin Mélanie d’Hervilly auf. Die bekannte Portrait-Malerin erhoffte sich von dem fast 80-jährigen „Wunderarzt“ die Heilung ihrer chronischen Leibschmerzen. Tatsächlich befreite Hahnemann sie davon. Zugleich begann eine stürmische Liebesgeschichte, die 1835 zu Hahnemanns zweiter Ehe führte. Der Altersunterschied von 44 Jahren sorgte für einen Skandal. So fand die Hochzeit in einem kleinen freundschaftlichen Kreis in seinem Haus statt. Kurze Zeit später zog Hahnemann mit seiner jungen Gattin nach Paris. Frankreich profitierte von den Segnungen der Homöopathie beträchtlich. Nach dem Tode Hahnemanns wirkte dort Mélanie weiter. Sie war so erfolgreich, dass Frankreich heute der größte europäische Homöopathie-Markt ist, gefolgt von Deutschland. 

Info: Das Hahnemann-Haus ist geöffnet Mittwoch von 13:00-15:00 Uhr und jeden 1. Samstag im Monat von 10:00-12:00 Uhr. Am besten vorher die Köthen-Information anrufen: 03496 / 70099 260. So kann man auch einen persönlichen Termin vereinbaren.

Weitere Informationen unter www.bachstadt-koethen.de
 

 

Weitere Informationen:
Deutsche Homöopathie-Union (DHU)
Ottostraße 24
76227 Karlsruhe
Tel. 0721-4093-225
Fax 0721-4093-8225
Service-Telefon 0721-4093-181

Dr. Wolfgang Kern

wolfgang.kern@dhu.de
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